Kayla und Jack, 2005
Eigentlich wollte ich nie einen Jagdhund haben – bis ich Kayla kennenlernte.
Kayla war wohl ziemlich durcheinander, weil sie gerade erst in einer neuen Pflegestelle angekommen war. Als wir zum Kennenlernen kurz mit ihr spazieren gingen, und ich zu ihr runter in die Hocke ging, kletterte sie dann einfach auf meinen Schoß und eroberte damit natürlich mein Herz. Es folgten einige Wochen des Bangens, da wir sie nicht gleich mitnehmen konnten, schließlich stand der Umzug ins Grüne erst noch bevor. Und prompt war sie zwischenzeitlich einmal auf Probe vermittelt, so daß wir die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatten.
Aber ihre Anzeige im Internet wurde und wurde nicht gelöscht, so daß wir einfach doch noch einmal nachgefragt haben, und tatsächlich: Kayla war zurückgegeben worden.
Also haben wir sie nach dem Umzug geholt und waren total glücklich mit ihr – bis ich durch Zufall entdeckte, daß ihr (Halb-) Bruder Jack auf Malta auch ein Zuhause suchte. Wir zogen in Erwägung, ihn auch noch aufzunehmen, wollten ihn uns aber erst einmal ansehen. Leider war er noch nicht in Deutschland, so daß wir warten mußten, bis sich ein Flugpate (bzw. eine Flugpatin) gefunden hatte, die so nett war, ihm die Chance auf ein Zuhause in Deutschland zu geben.
Einige Wochen später klappte es dann glücklicherweise, und wir nahmen Jack zunächst als Pflegestelle auf – schließlich war ich nicht sicher, ob beide sich vertragen würden. Aber meine Sorge war unberechtigt: die beiden lieben sich heiß und innig und wir können kaum glauben, daß wir gleich zweimal so viel Glück haben durften.
Einen ganz herzlichen Dank an alle, die uns dazu verholfen haben !
Nicole Neumann


